30 Juni 2015 - 18:10
Larijani: Der Westen soll sich mit der Atomeinigung mit Iran nicht täuschen

Parlamentspräsident Ali Larijani hat den Westen vor Folgen von Fehlern bei einer Atomeinigung mit Iran gewarnt.

Bei einer Zeremonie zur Woche der Judikative (anlässlich des 34. Jahrestages des Märtyrertodes von 72 Verantwortlichen des Landes im Juni 1981) gab Larijani dem Westen den Rat, sich bei den Atomverhandlungen bedacht zu verhalten.

Der Westen soll darauf bedacht sein, keine Fehler bei einer Einigung zu begehen, sie dürfen Iran nicht zwingen, sein Atomprogramm mit noch schnellerem Tempo wieder aufzunehmen. In diesem Fall müssen sie noch viel größere Kosten tragen.

Larijani sagte: Der Grund für die langwierigen Gespräche liegt darin, dass der Westen immer wieder mit neuen Vorwänden die sabotiert. Wenn sie akzeptiert haben, dass Iran auf eigenem Boden Uran anreichert, dann sollten sie auch bei anderen Themen nicht permanent Steine in den Weg legen.

Larijani betonte angesichts des wachsenden Terrorismus in Region: Länder wie Amerika, die den Terrorismus für taktische zwecke missbrauchen, müssen für dieses Vorgehen bezahlen, denn die Unterstützung von Terrorgruppen ist weder politisch noch moralisch zu rechtfertigen.